14 Jahre WordPress – So sah es als Kind aus (Version 1.5)

Mike Pretzlaw/ Mai 30, 2017/ Allgemein/ 0 comments

14 Jahre WordPress

So sah es ganz am Anfang aus

Wie die Zeit vergeht und schon ist ein CMS 14 Jahre alt. Am 27.05. hat WordPress Geburtstag gefeiert und was gibt es besseres, als die alten Zeiten wieder aufleben zu lassen? Deswegen hier ein Video wie es in seinen jüngsten Tagen aussah und was es schon konnte.

Die Version 1.5 (auch "Strayhorn" genannt) wurde am 17. Februas 2005 in diesem Blog-Post von Matt Mullenweg veröffentlicht:

https://wordpress.org/news/2005/02/strayhorn/

Lediglich 12 000 Leute haben damals das CMS genutzt, womit heute Millionen Webseiten betrieben werden. Damals waren Features wie ein Theme/Templates oder das Moderieren von Kommentaren etwas total neues. Besonders gefeiert wurde, dass WordPress nicht nur Blog-Posts verfassen kann sondern auch Seiten erstellt werden können. Was heute ganz normal ist, war in Version 1.5 ein großer Schritt vorwärts.

Aus diesem Grund gibt es einen kurzen Einblick in das Backend von WordPress und auch wie damals die WordPress-Webseiten ausgesehen haben. Videos zu den anderen Versionen stehen bereits in den Startlöchern.

Damals war alles besser

Warum mich der Anblick von WordPress 1.5 verblüfft hat

Das ist so wunderschön

Gehe ich heute in die Verwaltungsoberfläche einer Webseite rein, dann werde ich mit Informationen zugemüllt. Leider neigen kostenlose Plugins dazu einen mit Werbung und unnötigen Informationen zu überschwemmen. In meinen Projekten entferne ich gleich nach der Installation alles, was den Seitenbetreiber im Tagesgeschäft aufhalten würde. Das ist viel angenehmer und auch ich möchte mich auf das konzentrieren, was für mich wichtig ist. WordPress 1.5 hatte das wunderbar übersichtlich, heutzutage muss ich bei jedem Login erst Meldungen wegklicken, um Arbeiten zu können.

Ich bin überrascht wie sehr das Dashboard im Laufe der Zeit zugemüllt wurde.

Steinalte Funktionen immernoch heiß begehrt

Den Editor für Theme und Plugin halte ich bis heute noch für ein Verbrechen, weil sich damit so viel falsch machen lässt - von Leuten die kein PHP können. Trotzdem hat er ein Dutzend Jahre lang überlebt und ist kaum wegzudenken. Auch das Bloggen per Mail-Postfach ist seit den ersten Tagen drin, was heute zur Smartphone-Zeit wahrscheinlich kaum noch genutzt wird.
Während diese scheinbar sinnlosen Funktionen bis heute erhalten bleiben, werden andere Interessante einfach eliminiert. Das automatische erstellen von Theme-Kopien durch WordPress, schützt vor Fehlbedienung - gab es damals, heute nicht mehr. Puristische und schnell überschaubare Formulare, für einen einfachen schnellen Workflow gab es alles - wird heute nicht nur durch Plugins verkompliziert.

Da hinterfrage ich die Kriterien nach denen Features entfernt werden und gleichzeitig bin ich verblüfft, dass das Ganze System schon vor 14 Jahren die meisten der heutigen Features hat.

Verantwortungsbewusst seit dem ersten Tag

Zu kritisch darf ich mit WordPress allerdings nicht sein, denn was dort geleistet wird ist in der Tat enorm. Der Einblick in die frühen Versionen zeigt, wie sehr das System und seine Macher darauf bedacht sind alles Funktionstüchtig zu halten.

Dieses steinalte WordPress von 2005 läuft auch heute noch auf modernen Servern, was ich von anderen CMS so nicht kenne. Was WordPress seit seinen Anfängen kann ist heute weiterhin zu 80% vertreten, weil es keinem den Boden unter den Füßen wegziehen will durch wegrationalisierte Features. Und das ganze kostenlos mit starkem OpenSource- und Community-Gedanken. Wahrscheinlich ist es dieses Verantwortungsbewusstsein, womit WordPress seine Konkurrenz abhängt.

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